Kritische Lücke in Teamviewer – Patch verfügbar!

6. Februar 2026

In TeamViewer können Angreifer Zugriffskontrollen umgehen und dadurch zugreifen, ohne dass zuvor eine Bestätigung erfolgte.

In TeamViewer wurde eine Sicherheitslücke entdeckt, die angemeldeten Angreifern Zugriffe auf Ressourcen erlaubt, bevor diese Berechtigung lokal bestätigt wurde. Aktualisierte Software-Pakete stehen bereit, um die Schwachstelle zu beheben. IT-Verantwortliche, die TeamViewer einsetzen, sollten zügig updaten.

TeamViewer warnt in einer Sicherheitsmitteilung vor der Schwachstelle. „Unzureichende Zugriffskontrollen in TeamViewer Full und Host Clients für Linux, macOS und Windows ermöglichen angemeldeten Nutzern, zusätzliche Zugriffskontrollen durch ‚Allow after confirmation‘ (nach Bestätigung erlauben) in einer Fernwartungssitzung zu umgehen. Bei erfolgreichem Missbrauch kann nicht autorisierter Zugriff vor lokaler Bestätigung erfolgen“, erklärt TeamViewer (CVE-2026-23572, CVSS 7.2, Risiko „hoch“).

Betroffen davon sind TeamViewer Full für Linux, macOS und Windows sowie TeamViewer Host für Linux, macOS und Windows vor der aktuellen Version 15.74.5. Das Update auf diese oder neuere Versionen schliesst die Sicherheitslücke laut TeamViewer. Bislang sind laut TeamViewer Angriffe auf die Schwachstelle nicht bekannt.

Temporäre Gegenmassnahme

Zudem gibt TeamViewer an, dass Admins sich behelfen können, indem sie die Option „Control this computer – Allow after Confirmation“ aktivieren. Diese finden sie in den Einstellungen unter „Erweiterte Optionen“ – „Erweiterte Optionen für Verbindungen zu diesem Computer“ oder mittels Richtlinie „Zugriffskontrolle (eingehende Verbindungen)“ setzen. Das weckt Zweifel, da schliesslich die Sicherheitslücke darin besteht, dass angemeldete Angreifer diese Zugriffskontrolle umgehen können.

Mitte Dezember wurden Sicherheitslücken in der PC-Verwaltungssoftware TeamViewer DEX bekannt. Mehrere Sicherheitsprobleme betrafen die Software-as-a-Service-Version und On-Premises-Installationen gleichermassen. Die Schwachstellen erlaubten das Ausführen von eingeschleusten Befehlen und von Schadcode sowie Zugriffe auf geschützte Informationen.


Quelle: Heise Security

Ähnliche Beiträge

  • Windows 11 bekommt Notfall-Patches nach Problemen

    27. Januar 2026 Microsoft hat am Wochenende ungeplante Notfall-Patches nachgelegt. Sie korrigieren Fehler der Januar-Patches und bringen neue Boot-Zertifikate. Microsoft hat am Wochenende mehrere Windows-Updates veröffentlicht. Sie beheben teils Probleme mit den Sicherheitspatches vom Januar-Patchday. Ausserdem beginnt Microsoft, die im Juni ablaufenden Boot-Zertifikate von Windows mit eigenen Updates auszutauschen. Dabei untersucht der Hersteller nun neu auftretende Probleme. Microsoft hat ein Update ausser der Reihe veröffentlicht, das Probleme mit nicht…

  • Samsung-Flaggschiff S26 – ein erster Blick auf das Smartphone

    26. Februar 2026 Die Galaxy-S26-Serie bringt kaum Änderungen beim Design, auch die Kameras sind fast identisch. Interessant ist die neue Privacy-Funktion. Samsung hat die neue Galaxy-S26-Serie vorgestellt und damit Smartphones, die ihren Vorgängern stark ähneln. Neben einer minimalen Designanpassung kommen die drei Geräte mit fast identischen Kameramodulen und fast gleich grossen Akkus. Anders als die Galaxy-S25-Reihe wird es aber wieder eine Zweiteilung bei der Prozessorenausstattung geben. Neben dem…

  • Logitech Options+ funktioniert nach Zertifikat-Problem nicht mehr (macOS)

    9. Januar 2026 Logitech’s Options+ and G Hub apps on macOS stopped working after their code-signing certificate expired, leaving users unable to launch them on Apple systems. Options+ is Logitech’s input device configuration app, while G HUB is a similar app focused on customizing compatible Logitech G gaming peripherals. Both allow setting app profiles, button remapping, lighting options, scroll wheel, and sensor sensitivity. Multiple users reported that…

  • Avira Virenschutz hat hochkritische Schwachstellen – jetzt patchen!

    10. März 2026 Drei hochriskante Sicherheitslücken in Avira Antimalware ermöglichen Angreifern etwa das Ausführen von Code mit Systemrechten. IT-Forscher haben in Aviras Antimalware-Software Sicherheitslücken entdeckt, durch die Angreifer verwundbare Systeme kompromittieren können. Dazu müssen sie teils lediglich Dateien an bestimmte, von Nutzern und Nutzerinnen zugreifbare Orte im Dateisystem ablegen, was zur Ausführung von beliebigem Code mit Systemrechten führt. Konkret führen die Quarkslab-Analysten die Schwachstellen anhand der kostenlosen…

  • Einblick ins Darknet (pctipp.ch)

    26. Dezember 2025 Bereits der Name macht es etwas gefährlich: das Darknet. Seine Bekanntheit hat es in den vergangenen Jahren insbesondere durch Cybergangster, Kriminelle und sogenannte APT-Gruppen (Advanced Persistent Threat; Hacker-Gruppen) erlangt. Eigentlich steht das «Dark» für «wenig Licht auf die Besucher». Denn im Darknet geht es um die Anonymität. So nutzen die Bürger vieler autoritärer Staaten das Darknet, um Informationen über die Grenzen hinweg…

  • Fortinet (Firewall) und SAP patchen ihre Systeme

    11. Dezember 2025 Fortinet on Tuesday announced patches for 18 vulnerabilities across its products, including two flaws that could allow attackers to bypass authentication. Tracked as CVE-2025-59718 and CVE-2025-59719 (CVSS score of 9.8), the two bugs are described as improper verification of cryptographic signature issues. They impact FortiOS, FortiWeb, FortiProxy, and FortiSwitchManager. According to Fortinet, the weaknesses allow attackers to send crafted SAML response messages…