Grafikprogramm GIMP mit kritischer Lücke – patchen!

19. März 2026

In der neuen Gimp-Version 3.2 schliessen die Entwickler auch zwei hochriskante Schadcode-Lücken. Nutzer sollten rasch aktualisieren.

Am Wochenende hat das Gimp-Projekt die Version 3.2 des mächtigen und quelloffenen Grafikprogramms veröffentlicht. Die neue Fassung bringt aber nicht nur neue und verbesserte Funktionen für Künstler, sondern stopft auch als hochriskant eingestufte Sicherheitslücken.

Die Zero Day Initiative (ZDI) von Trend Micro (nun unter dem Namen „TrendAI“ in dem Unternehmen aufgehängt) hat zwei Sicherheitslücken in den Parsern für bestimmte Bildformate gemeldet. Bei der Verarbeitung von LBM-Dateien – eine Variante des Amiga Interchange File Formats – können Angreifer mit manipulierten Bilddateien einen Pufferüberlauf auf dem Heap provozieren. Der Code kopiert Daten aus den Dateien in einen Zielpuffer, ohne zuvor deren Länge korrekt zu prüfen. Die Lücke ermöglicht die Ausführung von eingeschleustem Code im Kontext des Gimp-Prozesses (CVE-2026-2046, CVSS 7.8, Risiko „hoch“).

Die zweite Schwachstelle betrifft die Verarbeitung von Bildern mit hohem Dynamikumfang (HDR). Die Behandlung des RGBE-Formats, das Farbinformationen in 32-Bit-Fliesskomma speichert, patzt ebenfalls bei der Längenprüfung von Nutzerdaten vor dem Kopieren in einen Heap-Puffer. Auch hier können bösartige Akteure mit sorgsam präparierten Dateien Schadcode einschleusen, der im Kontext des laufenden Prozesses ausgeführt wird (CVE-2026-2049, CVSS 7.8, Risiko „hoch“).

Jetzt aktualisieren

Wer bislang mit dem Update auf Gimp 3.2 gewartet hat, da es vermeintlich lediglich Funktionen verbessert und hinzufügt, sollte jetzt doch nicht länger zögern. Die Aktualisierung auf Gimp 3.2 reduziert die Angriffsfläche für Cyberkriminelle.

Auf der Download-Seite des Gimp-Projekts stehen Installationsdateien für Linux als AppImage für x86_64- und ARM64-Architekturen sowie Verlinkungen zu Flathub und den Snap Store bereit. Ebenso finden macOS-User Installationsdateien für Intel-basierte Systeme und für Apple Silicon – das Projekt weist darauf hin, dass es kein offizielles Paket im Apple App Store anbietet, jedwede Angebote dort stammen von Drittanbietern. Unter Windows empfiehlt sich die Installation aus dem Microsoft Store, da dieser dann auch automatisch Aktualisierungen herunterlädt und installiert. Es gibt jedoch auch einen Direkt-Download, der zudem für 32-bittige x86-CPUs nutzbar ist – zum letzten Mal, ab Gimp 3.2.2 will das Projekt den 32-Bit-Support endgültig beerdigen.

Quelle: PC-Welt

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