Windows Server 2016 – bald keine Updates mehr!

25. Februar 2026

Windows-Versionen aus 2016 erhalten in Kürze keinen Support mehr. Erweiterte Sicherheits-Updates (ESU) sind jedoch in Planung. Besonders kritisch ist es bei Windows Server 2016, welches noch millionenfach weltweit im Einsatz steht.

Microsoft beendet den Support für drei Windows-Produkte, die im Jahr 2016 erschienen sind. Das nahende Aus lässt sich etwa mit erweiterten Sicherheits-Updates (ESU) hinauszögern – natürlich mit einem Preis verbunden. Was bedeutet das Supportende?

Im Windows-Release-Health-Message-Center hat Microsoft das angekündigt. Ein Blog-Beitrag im Windows-IT-Pro-Blog geht auf die Details ein. Demnach läuft der offizielle Support zehn Jahre nach Erscheinen für Windows 10 Enterprise LTSB 2016, Windows 10 IoT Enterprise 2016 LTSB (beide am 13. Oktober 2026) sowie für Windows Server 2016 (am 12. Januar 2027) aus. Das sind die Daten der jeweils letzten Sicherheits-Updates, die Maschinen mit diesen Windows-Versionen offiziell erhalten. „Danach erhalten diese Geräte keine Windows-Sicherheits-Updates, non-Security-Updates, Fehlerkorrekturen, technischen Support oder Updates für technische Inhalte mehr“, schreibt Microsoft. Es gebe aber gute Neuigkeiten: Wer zusätzliche Zeit benötige, könne das ESU-Programm nutzen.

ESU: Preise teils noch nicht bekannt

Im Rahmen des ESU können Interessierte monatliche Sicherheitsupdates für bis zu weitere drei Jahre bei Microsoft einkaufen. Neue Funktionen, Verbesserung der Qualität oder Designänderungen fallen nicht darunter, ebenso gibt es keinen weiteren technischen Support für die betroffenen Windows-Versionen. Für Windows Server 2016 muss Microsoft noch Preise ausknobeln. Windows IoT Enterprise LTSB 2016 ist ausschliesslich über die OEMs der Geräte erhältlich – die bestimmen auch Preis und Verfügbarkeit.

Für Windows 10 Enterprise 2016 LTSB sollen ab dem zweiten Quartal 2026 ESU-Lizenzen für 61 US-Dollar je Maschine und Jahr verfügbar werden. Wer die Geräte mit Intune oder Autopatch verwaltet, erhält einen rabattierten Preis von 45 US-Dollar. Jedes Jahr verdoppelt sich der jedoch – wer sich also erst im zweiten Jahr dazu entscheidet, Maschinen mit einer ESU-Lizenz auszustatten, zahlt das erste Jahr trotzdem mit. Preise in Euro nennt Microsoft noch nicht.

Microsoft empfiehlt Betroffenen, auf Windows Server 2025, Windows 11 Enterprise LTSC 2024 oder Windows 11 IoT Enterprise LTSC 2024 zu aktualisieren und damit länger offizielle Unterstützung einschliesslich technischen Support zu erhalten.

Mit dem Support-Ende dieser Windows-Versionen dürften die meisten IT-Verantwortlichen Übung haben. Das offizielle Support-Aus für Windows 10 zum 14. Oktober 2025 hatte grossen Handlungsbedarf erzeugt. Microsoft lieferte da zudem Hinweise und Tipps.

Quelle: Heise

Ähnliche Beiträge

  • Wie man Phishing erkennt…

    04. Dezember 2025 Phishing ist weltweit eine der grössten und am schnellsten wachsenden Cyber-Bedrohungen. Berichten von Cybersicherheitsunternehmen zufolge ist Phishing nach wie vor die häufigste Methode von Cyberkriminellen, um an sensible Daten oder Geld zu gelangen. Unternehmen wie auch Privatpersonen können durch Phishing-Angriffe erhebliche finanzielle Einbussen erleiden, sei es durch direkte finanzielle Verluste oder durch Folgekosten wie die Wiederherstellung von Systemen und Reputationsschäden. Wir zeigen…

  • Microsoft stellt SMTP-Authentifizierung ab (Update: 29.1.26)

    29. Januar 2026Update: Microsoft verschiebt Abschalt-Datum erneut Eigentlich wollte Microsoft bereits 2025 SMTP-Auth abschalten, dann wurde das Aus auf Anfang 2026 verschoben. Nun wird erneut verzögert, bis Ende des Jahres soll sich damit vorläufig nichts ändern. Das Abschalten der SMTP-Authentifizierung für Exchange Online wird erneut verschoben. Laut einem Bericht von “Borncity” soll sich damit bis Ende 2026 vorläufig nichts ändern. Ende 2022 hatte Microsoft die Basic Authentification für Exchange…

  • Russland blockiert Apples Facetime

    05. Dezember 2025 Russland geht gegen Apple vor Russia has blocked Apple’s (AAPL.O), opens new tab video-calling app FaceTime, the state communications watchdog said on Thursday, as part of an accelerating clampdown on foreign tech platforms that authorities allege are being used for criminal activity. The move follows restrictions against Google’s YouTube, Meta’s (META.O), opens new tab WhatsApp and the Telegram messaging service. The Reuters Tariff Watch newsletter is…

  • Excel: 2 mächtige Funktionen: SVERWEIS und VLOOKUP

    17. Januar 2026 SVERWEIS Der SVERWEIS macht Ihnen die Arbeit in Excel erheblich einfacher. Statt grosse Datensammlungen selbst nach einem Wert zu durchsuchen, übernimmt das die SVERWEIS-Funktion und gibt ihnen das Ergebnis sogar aufbereitet in einer anderen Zelle wieder. Damit auch Sie von der Nützlichkeit der Excel-Funktion profitieren können, erklären wir Ihnen den SVERWEIS Schritt für Schritt an einem Beispiel und geben Ihnen praktische Ideen,…

  • ConsentFIX-Lücke lässt Microsoft-Konten übernehmen

    15. Dezember 2025 A new variation of the ClickFix scam tries to get around phishing defenses by capturing an employee’s OAuth authentication token for Microsoft logins (ConsentFix vulnerability) Researchers at Push Security this week outlined the tactic, which they call ConsentFix, in a blog, calling it “a dangerous evolution of ClickFix and consent phishing that is incredibly hard for traditional security tools to detect and…

  • Microsoft und Adobe patchen ihre Systeme

    10. Dezember 2025 Microsoft on Tuesday announced patches for 57 vulnerabilities as part of its December 2025 security updates. Three of the bugs are zero-days, but only one is under active exploitation. The exploited zero-day, tracked as CVE-2025-62221 (CVSS score of 7.8), is described as a use-after-free issue in the Windows Cloud Files Mini Filter Driver. According to Microsoft, the successful exploitation of the security…