Schweizer Messenger-Dienst Threema von deutscher Firma aufgekauft

14. Januar 2026

Comitis Capital übernimmt die Schweizer Softwarefirma und deren Messenger-Dienst. Der Investor will am “kompromisslosen Datenschutz” festhalten.

Das Schweizer Softwareunternehmen Threema bekommt einen neuen Besitzer. Wie die deutsche Investmentfirma Comitis Capital mitteilt, hat sie eine Vereinbarung zum Kauf mit dem bisherigen Besitzer Afinum Management und den Threema-Gründern getroffen. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Threema startete 2012, die dazugehörige Firma für den Messenger-Dienst wurde 2014 gegründet. Im Jahr 2020 stieg die deutsch-schweizerische Investmentgesellschaft Afinum Management ein und übernahm in der Folge eine Mehrheitsbeteiligung. Ziel ihres Investments war es, den B2B-Bereich auszubauen und über den deutschsprachigen Markt hinauszuwachsen.

“Schweizer Souveränität” als Merkmal

“Anfang 2026 übergibt Afinum Management die Eigentümerschaft von Threema an Comitis”, heisst es jetzt in einer kurzen Notiz auf der Threema-Website. Die deutsche Investmentfirma fokussiere sich auf Unternehmen “mit klaren Grundwerten und nachhaltiger Ausrichtung”. Sie werde Threema unterstützen, die Position im Bereich Sicherheit und Datenschutz weiter auszubauen.

Comitis betont in seiner Mitteilung, Threema zeichne sich durch “eine Philosophie des Datenschutzes sowie durch eine Technikgestaltung aus, die auf Zero-Knowledge-Architektur und Open-Source-Software, Schweizer Souveränität und erstklassige Technologie setzt”.

Comitis ist eine junge Investmentfirma

“Wir freuen uns darauf, das Unternehmen in seiner nächsten Wachstumsphase zu unterstützen und auf der Tradition seiner vertrauenswürdigen Marke, seiner führenden Technologie und seines kompromisslosen Datenschutzes aufzubauen”, sagt Nikolaus Bethlen, Managing Partner von Comitis. Threema sei “einzigartig positioniert”, um von langfristigen strukturellen Wachstumstrends in den Bereichen sichere Kommunikation, europäische Datensouveränität und regulatorische Compliance zu profitieren.

Ähnliche Beiträge

  • ConsentFIX-Lücke lässt Microsoft-Konten übernehmen

    15. Dezember 2025 A new variation of the ClickFix scam tries to get around phishing defenses by capturing an employee’s OAuth authentication token for Microsoft logins (ConsentFix vulnerability) Researchers at Push Security this week outlined the tactic, which they call ConsentFix, in a blog, calling it “a dangerous evolution of ClickFix and consent phishing that is incredibly hard for traditional security tools to detect and…

  • Wenn die alte Domäne oder Webseite in die falschen Hände gerät

    5. März 2026 Das BACS erhält immer wieder Meldungen von Firmen oder Vereinen, dass ihre aufgegebene Website plötzlich wieder online erscheint. Die Inhalte sind dabei unterschiedlich. In einigen Fällen taucht eine identische Website auf, in anderen Fällen befinden sich auf der reaktivierten Website pornographische Inhalte oder dubiose Angebote. Was steckt in diesen Fällen dahinter? Wenn ein Unternehmen aufgegeben oder ein Verein aufgelöst wird, ein Projekt…

  • Microsoft Lens wird abgestellt

    13. Januar 2026 Microsoft zieht seiner Mobile Scanning App Lens nach über zehn Jahren phasenweise den Stecker. Zum Einscannen von Dokumenten mithilfe des Smartphones soll künftig Onedrive genutzt werden. Mit der Microsoft Lens App für Android und iOS lassen sich Dokumente einscannen, per OCR maschinenlesbar machen und das Ergebnis speichern. Die App gab es unter dem Namen Office Lens erstmals im Jahr 2014, damals für Windows Phone….

  • Fortinet (Firewall) und SAP patchen ihre Systeme

    11. Dezember 2025 Fortinet on Tuesday announced patches for 18 vulnerabilities across its products, including two flaws that could allow attackers to bypass authentication. Tracked as CVE-2025-59718 and CVE-2025-59719 (CVSS score of 9.8), the two bugs are described as improper verification of cryptographic signature issues. They impact FortiOS, FortiWeb, FortiProxy, and FortiSwitchManager. According to Fortinet, the weaknesses allow attackers to send crafted SAML response messages…

  • KI-Kosten zu hoch?

    04. Dezember 2025 IBM-Chef hält aktuellen KI-Bauwahn für nicht tragbar Das Wettrüsten zwischen Hyperscalern verschlingt Billionen US-Dollar. IBM-CEO Arvind Krishna hinterfragt, wie wirtschaftlich das ist. Die Ausgaben für KI-Rechenzentren stehen in keinem Verhältnis zum erwarteten Profit, resümiert IBM-Chef Arvind Krishna in einem Podcast von The Verge. Sogenannte Hyperscaler wie Amazon, Google, Meta, Microsoft, OpenAI und xAI übertreffen sich regelmässig gegenseitig bei ihren Ankündigungen, wie viel Rechenkapazität…

  • MS-Teams neue Funktion lässt Externe zentral blockieren

    29. Dezember 2025 Microsoft schliesst eine gefährliche Sicherheitslücke in Teams: Ab Januar können Admins externe Nutzer direkt über das Defender-Portal sperren. Die Integration soll komplexe Social-Engineering-Angriffe von aussen stoppen. Die neue Funktion verbindet Microsoft Teams erstmals direkt mit der Microsoft Defender for Office 365 Tenant Allow/Block List (TABL). Sicherheitsteams können damit externe Nutzer und Domains zentral über eine Oberfläche blockieren – ein lang ersehnter Wunsch vieler Security Operations…