WhatsApp bekommt “Lockdown”-Modus

28. Januar 2026

Meta hat am Dienstag angekündigt, dass es strenge Kontoeinstellungen auf WhatsApp einführt, um bestimmte Nutzer aufgrund ihrer Identität und ihrer Tätigkeit vor fortgeschrittenen Cyberangriffen zu schützen.

Die Funktion, die dem Lockdown-Modus in Apple iOS und dem erweiterten Schutz in Android ähnelt, zielt darauf ab, Personen wie Journalisten oder Personen des öffentlichen Lebens vor ausgeklügelter Spyware zu schützen, indem einige Funktionen zugunsten einer erhöhten Sicherheit eingeschränkt werden.

Sobald dieser Sicherheitsmodus aktiviert ist, werden einige der Kontoeinstellungen auf die restriktivsten Optionen festgelegt und gleichzeitig Anhänge und Medien von Personen blockiert, die nicht in den Kontakten des Benutzers gespeichert sind.

„Diese Funktion im Lockdown-Stil erhöht Ihre Sicherheit auf WhatsApp mit nur wenigen Fingertipps noch weiter, indem sie Ihr Konto auf die restriktivsten Einstellungen sperrt, wie z. B. das automatische Blockieren von Anhängen und Medien von unbekannten Absendern, das Stummschalten von Anrufen von Personen, die Sie nicht kennen, und das Einschränken anderer Einstellungen, die die Funktionsweise der App einschränken können“, so Meta.

Die Funktion kann man unter „Einstellungen > Datenschutz > Erweitert“ aktivieren. Meta gab bekannt, dass die Funktion in den kommenden Wochen schrittweise eingeführt wird.

Gleichzeitig kündigte der Social-Media-Riese an, die Programmiersprache Rust in seiner Medienfreigabefunktion einzusetzen, um die Fotos, Videos und Nachrichten der Nutzer vor Spyware-Angriffen zu schützen. Das Unternehmen bezeichnete die Entwicklung als „die weltweit grösste Einführung einer in Rust geschriebenen Bibliothek“.

Das Unternehmen erklärte ausserdem, dass die Verwendung von Rust die Entwicklung einer sicheren, leistungsstarken, plattformübergreifenden Bibliothek („wamedia“) für die geräteübergreifende Medienfreigabe in WhatsApp ermöglicht habe, und fügte hinzu, dass es in einen dreigliedrigen Ansatz zur Bekämpfung von Speichersicherheitsproblemen investiere:

  • Entwicklung des Produkts zur Minimierung unnötiger Angriffsflächen
  • Investitionen in die Sicherheitsgewährleistung für den verbleibenden C- und C++-Code
  • Standardmässige Wahl speichersicherer Sprachen für neuen Code

„WhatsApp hat Schutzmassnahmen wie CFI, gehärtete Speicherzuweisungsprogramme, sicherere APIs für die Pufferverwaltung und mehr hinzugefügt”, erklärte das Unternehmen. „Dies ist ein wichtiger Schritt vorwärts, um den Nutzern zusätzliche Sicherheit im Hintergrund zu bieten, und Teil unseres kontinuierlichen Ansatzes zur umfassenden Verteidigung.”

Quelle: TheHackerNews

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