Einblick ins Darknet (pctipp.ch)

26. Dezember 2025

Bereits der Name macht es etwas gefährlich: das Darknet. Seine Bekanntheit hat es in den vergangenen Jahren insbesondere durch Cybergangster, Kriminelle und sogenannte APT-Gruppen (Advanced Persistent Threat; Hacker-Gruppen) erlangt.

Eigentlich steht das «Dark» für «wenig Licht auf die Besucher». Denn im Darknet geht es um die Anonymität. So nutzen die Bürger vieler autoritärer Staaten das Darknet, um Informationen über die Grenzen hinweg zu tauschen, da die anderen Kanäle überwacht werden; etwa in China, da dort das Internet durch die Great-Chinese-Firewall kontrolliert und zensiert wird – bis zur letzten Webseite. Hier sind Zugänge zum Darknet der einzige Ausweg, um gesichert oder anonym mit anderen zu kommunizieren, da selbst gesicherte VPN-Verbindungen (virtuelles privates Netzwerk) vom Staat gekappt werden.

Das Verbrechen fasziniert

In vielen Medien war in den vergangenen Jahren das Darknet das Thema, da dort keinerlei Recht herrschen soll, es Waffen, Drogen und andere verbotene Dinge gibt. Auch die sogenannten Leak-Seiten der Hacker sind dort zu finden, auf denen die mit Ransomware oder Infostealer erpressten Opfer an den Pranger gestellt werden, um den Druck zu erhöhen. Zahlt ein Opfer nicht, finden sich auf der Leak-Seite meist die gestohlenen Datenpakete zum Download für jedermann, Bild 1.

Bild 1: Im Darknet finden sich viele Leak-Seiten, auf denen Hackergruppen ihre aktuellen Opfer an den Pranger stellen – hier von LockBit 3.0 (Quelle: pctipp.ch)

Natürlich überwiegt die Berichterstattung über Cyberkriminelle und deren Angebote im Darknet. Denn über geheime Datenräume für Besprechungen und zum Datentausch von Dissidentengruppen oder Journalisten und Whistleblowern lässt sich schlecht berichten. Sie sind nicht so offen zugänglich wie diverse Marktplätze für verbotene Waren.

Was viele nicht wissen: Seit 2014 ist Facebook über das Tor-Netzwerk (dazu später mehr) erreichbar, damit das soziale Netzwerk auch in autokratischen Ländern verfügbar ist. Bereits 2019 stellten die BBC und die Deutsche Welle ihre Homepages über das Tor-Netzwerk bereit, um Zensurannahmen von antidemokratischen Staaten zu umgehen, Bild 2. Im Jahr 2022 folgte X (ehemals Twitter) infolge des russischen Überfalls auf die Ukraine.

Ähnliche Beiträge

  • Apple iOS Patch erschienen (v26.2)

    15. Dezember 2025 Für jedes Apple-Betriebssystem liegt ein grösseres Update (Apple iOS-Patch) vor: Der Hersteller hat am Freitagabend die Version 26.2 für iOS, iPadOS, macOS, watchOS, tvOS, visionOS und HomePods für die Allgemeinheit zum Download freigegeben – ein höchst ungewöhnlicher Wochentag für Apple-Updates, womöglich mussten in den letzten Vorabversionen noch kritische Bugs ausgeräumt werden inzwischen ist klar, dass das Update bereits angegriffene Sicherheitslücken stopft. Für…

  • Neues Freeware-Tool erkennt betrügerische Befehle

    9. Februar 2026 Neues Tool blockiert Angriffe von Betrügern, die sich als sichere Befehle tarnen Ein neues Open-Source- und plattformübergreifendes Tool namens Tirith kann Homoglyphen-Angriffe in Befehlszeilenumgebungen erkennen, indem es die URLs in eingegebenen Befehlen analysiert und deren Ausführung stoppt. Das Tool ist auf GitHub und auch als npm-Paket verfügbar. Es funktioniert, indem es sich in die Shell des Benutzers (zsh, bash, fish, PowerShell) einklinkt…

  • Android-Schwachstellen unter Beschusss: dringend patchen!

    8. Januar 2026 Zwei schwerwiegende Sicherheitslücken machen Android-Geräte zur Zielscheibe von Angreifern. So erkennen Nutzer, ob ihr Smartphone oder Tablet in Gefahr ist – und was sie zum Schutz der Geräte zu tun können. Besitzer von Android-Smartphones und –Tablets sollten die Versorgung mit Sicherheitsupdates aktuell besonders gut im Blick behalten. Denn auf Geräten mit den Android-Versionen 13 bis 16 müssen Patches installiert werden, die zahlreiche Sicherheitslücken schliessen, darunter zwei…

  • VEEAM Backup hat Sicherheitslücken: dringend patchen!

    10. Januar 2026 Die äusserst beliebte Backup-Software für virtuelle Lösungen VEEAM Backup & Replication weist Sicherheitslücken auf, die bereits ausgenutzt werden. Jetzt Patch verfügbar! Veeam released security updates to patch multiple security flaws in its Backup & Replication software, including a critical remote code execution (RCE) vulnerability. Tracked as CVE-2025-59470, this RCE security flaw affects Veeam Backup & Replication 13.0.1.180 and all earlier version 13…

  • Microsoft und Adobe patchen ihre Systeme

    10. Dezember 2025 Microsoft on Tuesday announced patches for 57 vulnerabilities as part of its December 2025 security updates. Three of the bugs are zero-days, but only one is under active exploitation. The exploited zero-day, tracked as CVE-2025-62221 (CVSS score of 7.8), is described as a use-after-free issue in the Windows Cloud Files Mini Filter Driver. According to Microsoft, the successful exploitation of the security…

  • Windows 11 bekommt im Februar neue Features – eines bringt Sicherheit!

    4. Februar 2026 Windows 11 bekommt mit dem Februar 2026-Update einige neue Features, darunter einige die sinnvoll und nützlich sind. Besonders hervorzuheben ist Smart App Control. Dieses Security-Feature war bisher nur mit einer Neuinstallation aktivierbar. Das wird sich jetzt ändern: unbedingt aktivieren! Am Dienstag, dem 10. Februar 2026, plant Microsoft die Einführung eines neuen Patch Tuesday-Updates für Windows 11 im zweiten Monat des Jahres, das…