Kritische Lücken in Sonicwall, Cisco und ASUS-Produkten angegriffen

Update: 16. Januar 2026

Der Netzwerkausrüster Cisco hat endlich einen Sicherheitspatch für Secure Email Gateway und Secure Email und Web Manager veröffentlicht, der eine seit Dezember vergangenen Jahres ausgenutzte Lücke schliesst. Sind Attacken erfolgreich, verfügen Angreifer über Root-Rechte und übernehmen die volle Kontrolle über Instanzen.

19. Dezember 2025

Lücken bei Produkten von Cisco, Sonicwall und ASUS

In der Nacht zum Donnerstag hat die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA drei Schwachstellen in den Katalog der „Known Exploited Vulnerabilities“ aufgenommen. Es handelt sich um kritische Sicherheitslücken in Ciscos Secure Email Gateway und Secure Email and Web Manager, Sonicwall SMA1000-Appliances sowie auf die Software Ausus Live Update. Angreifer attackieren die Lecks, Admins sollten jetzt bereitstehende Updates installieren.

Vor den attackierten Schwachstellen warnt die CISA in der „KEV“ abgekürzten Liste. Am gravierendsten ist die Sicherheitslücke in Ciscos Secure Email Gateway und Web Manager. Der Sicherheitsmitteilung von Cisco zufolge hat das Unternehmen bereits am 10. Dezember eine Angriffskampagne beobachtet, die auf bestimmte Ports von Ciscos AsyncOS-Software für diese Appliances zielte. Laut einer Analyse verortet Cisco die Angreifer in einer Gruppe aus dem chinesischen Umfeld. Bei den Angriffen konnten die Täter aus dem Internet beliebige Befehle mit Root-Rechten im Betriebssystem ausführen. Damit haben sich die Angreifer auch in die Geräte eingenistet. Details zur Schwachstelle selbst nennt Cisco jedoch noch nicht (CVE-2025-20393, CVSS 10.0, Risiko „kritisch“).

Software-Updates stellt Cisco nicht bereit, rät IT-Verantwortlichen mit verwundbaren Geräten – also jenen, die das Web Management Interface oder den Port für die Spam-Quarantäne im Internet exponieren – jedoch, die Konfiguration der Appliances in einen sicheren Zustand zu versetzen. Dazu gehört das Herunterladen und Installieren von virtuellen Ersatz-Appliances. Zudem finden Admins in der Analyse einige Indizien für Kompromittierung (Indicators of Compromise, IOCs). Temporäre Gegenmassnahmen nennt Cisco nicht.

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